Phillip Huber

„Eine Insel mit zwei Bergen, und im tiefen, weiten Meer…“, sofort sind wir im Lummerland mit Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer. Sobald aber Phillip Huber seine Marionetten animiert, sind wir zwar immer noch im Reich der Phantasie, dem wahren Leben aber näher als je zuvor. Seine Kreationen, die er an Fäden hängend vor seinem durchaus sichtbaren Selbst agieren lässt, sind eigentlich gar keine Puppen, sondern echte Charaktere. Sie lächeln verzerrt, sie greinen unpopulär, sie spielen ganz heroisch ihre Schwächen aus und wachsen dem Betrachter selbst dann noch ans Herz, wenn sie erfolgreich ‚de fiese Möpp’ verkörpern. Was Huber seine Puppen treiben lässt, würde manch Theaterregisseur seine Darsteller auch gern mal machen lassen – aber mit echten Menschen geht das irgendwie leider nicht. Hubers Marionetten jedoch, denen sind keine Grenzen gesetzt.